Plastik? Jetzt reicht es!

Plastik? Jetzt reicht es!

Die Zahlen sind erschreckend. Pro Jahr verirren sich zirka 10 Millionen Tonnen Plastik in den Ozeanen der Welt. Wenn wir nichts gegen diese Pest des Plastiks unternehmen, wird mehr Kunststoff als Fische im Meer schwimmen. Die Gewässer, in denen wir im Urlaub baden wollen, werden der dreckigste Ort der Welt. Durch das Sinken des Plastiks wird das oberflächliche Abschöpfen nutzlos, da sich die hohen Berge tief unter der Wasseroberfläche türmen. Durch Sonnenlicht und Temperatur zersetzt sich der Plastikmüll in kleine Teile, genannt Mikroplastik. Dieses ist zum einen unglaublich giftig und zum anderen ziehen diese Teilchen magnetartig andere Giftstoffe aus der Umwelt an. Fische fressen dies und durch die natürliche Nahrungskette gelangen die Schadstoffe auch in unseren Kühlschrank.

Aber woher kommt das ganze Plastik? Schiffsfahrten, Fischereien und Offshore-Industrie tragen im Jahr rund 20.000 Tonnen zu dem Chaos bei, doch der Rest kommt vom Land, unseren Haushalten, die durch nachlässige Entsorgung mit Hilfe des Windes in die Flüsse und Bäche gelangt und somit in die Ozeane gespült wird. Auch aus unserer Kosmetik, über Reinigungsmitteln oder auch bei dem Waschgang von synthetischer Kleidung gelangen Mikroplastikteilchen in unser Abwasser, die von modernen Kläranlagen nur bedingt herausgefiltert werden können.

Was wir dagegen unternehmen können

Aber was können wir gegen dieses Desaster machen? Ziemlich viel eigentlich. Bio-Gurken in Plastikhülle, ein Salat eingeschweißt in Folie und Plastikstrohhalme, die nur einmal verwendet werden. Diese Aspekte und noch viele mehr können einfach vermieden werden. Auch ich habe damit begonnen, immer mehr auf Plastik zu verzichten. Statt Plastikstrohhalme gibt es mittlerweile Alternativen im Glas, die für die Ewigkeit halten. In der Obstabteilung kann sich auch etwas ändern, beispielsweise gibt es in verteilten Supermärkten bereits statt den Plastikbeuteln wiederverwendbare Taschen aus Stoff, um die Lebensmitteln nach Hause zu transportieren. Selbst in der Waschmaschine revolutionieren sich die Instrumente.

(Quelle: https://pixabay.com/de/photos/umweltverschmutzung-drina-203737/ Stand: 30.04.2019)

Statt Waschmittel und –pulver kam nun das Eco-Egg auf dem Markt, ein Ei das über hundert Waschgänge abdeckt und minimales Plastik verbraucht. Für die Schule habe ich zu Beginn des Schuljahres zwei Flaschen in verschiedenen Größen aus Glas gekauft und verwende diese seitdem, aufgefüllt mit Leitungswasser, welches mit dem Sodastream gesprudelt worden ist. Zudem nehme ich zum Einkaufen nur noch Jutebeutel mit und verzichte komplett auf Plastiktüten. Selbstverständlich für den Umweltschutz ist natürlich auch die Mülltrennung, die leider noch immer nicht in jedem Teil Deutschlands Gesetz ist. Und an alle Kaffeetrinker unter euch: Es gibt mittlerweile etliche stylische Bambus-To-Go-Becher, nutzt doch lieber diese und verzichtet auf die Plastikbecher.

Es muss nun etwas passieren, sonst wird unser nächster Urlaub nicht in den Wellen verbracht, sondern zwischen Plastiktüten, Zahnbürsten und PET-Flaschen.

(Quelle: https://www.duh.de/plastik-im-meer/ Stand: 19. 03. 2019)

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