Zeitmanagement im Abistress

Zeitmanagement im Abistress

Es ist Abend, ich komme gerade vom Training, habe meinen Eltern noch beim kochen geholfen, muss jetzt noch Mathe Hausaufgaben machen, mich auf die Spanisch-Ausfrage vorbereiten, für die IBV Klausur lernen, für die Psychologie-Kurzarbeit noch meine Lernzettel schreiben und die lernen, meinen Deutsch Aufsatz noch formulieren, um den morgen in der ersten Stunde abzugeben, mein Englisch Referat in 30 Minuten abgeben und meine 8 Stunden Schlaf muss ich unbedingt hinbekommen: also habe ich für alles eine Stunde Zeit. Kennst du das auch? 🙂

Das geht ganz vielen so und deswegen gibt es an unserer Schule das Lerncoaching. Dort könnt ihr euch eh schon speziell für eure Probleme Hilfe und Tipps holen.

Aber grundsätzlich ist das Wichtigste, dass ihr euch eure Prioritäten richtig setzt. Das bedeutet so wenig wie möglich aufschieben, weil daher kommt meist der größte Zeitstress, man schiebt alles bis zur letzten Sekunde auf und hat dann für 5 Sachen einen Tag Zeit, obwohl man insgesamt zwei Wochen gehabt hätte. Schaue auch auf dich speziell, wann bist du am produktivsten, was fällt dir leicht, was schwer, was nimmt dir viel Zeit, was kriegst du schneller hin. Viele Schüler fangen wegen solcher Zeitprobleme dann an verschiedene Bereiche zu vernachlässigen, was an sich gut sein kann, wenn es mal nötig ist und auch wirklich was bringt, aber schnell wird sowas zur Routine. Beispielsweise das Schwänzen, ja zugegeben kann es dir an einem Tag mit unwichtigeren Fächern und viel Ausfall einen halben Tag mehr Zeit schenken aber das bleibt eben nicht bei einem Mal. Dann schwänzt man noch einen anderen Tag weil es ja so einfach ging und dann noch einen, aber desto mehr man schwänzt desto mehr verpasst man wiederum auch wieder, wofür man dann wieder Nachholzeit braucht, was dann offensichtlich wieder das Schwänzen ist. Viele vernachlässigen auch sich selbst, ihre Hobbys, Freunde und Familie oder auch den Nebenjob.

Karikatur von Daniel Bouassa Alandji

Wie setzt man sich Prioritäten richtig?

  1. Sortieren: Was ist überhaupt wichtig?
  2. Klare Ziele: Statt „Ich muss lernen“ -> „Ich will mein Abitur“
  3. Nicht 20 Sachen gleichzeitig
  4. Energie > Zeit

Wie kann ich mein Handy einfach ignorieren?

  1. Mach dein Handy „Unattraktiv“: grau Modus, ablenkende Apps vom Homescreen entfernen
  2. ALLE deine Notifikation ausschalten
  3. im schlimmsten Fall weg sperren
  4. Apps die beim lernen helfen -> Forest, Freedom, Studyflix
  5. In deinen Pausen kein Handy benutzen

Was hilft speziell fürs Lernen auf das Abitur?

  1. STARK-Trainer
  2. Routine
  3. Ruhe
  4. Wiederholung
  5. Sport – als Ausgleich
  6. Gruppenlernen

Fühlst du dich angesprochen? Dann melde dich gerne bei Frau Schimming oder Frau Gollwitzer unter schimming@bo-regensburg.de oder gollwitzer@bo-regensburg.de

Weitere Beratungen unter: Lerncoaching – FOSBOS Regensburg

Lesung von Daniela Dröscher aus ihrem Roman „Lügen über meine Mutter“

Lesung von Daniela Dröscher aus ihrem Roman „Lügen über meine Mutter“

Im Rahmen der Reihe „Regensburg liest ein Buch“ trug Daniela Dröscher Passagen aus ihrem Roman „Lügen über meine Mutter“ vor.

Die Geschichte handelt von der Kindheit von Ela, die zwischen ihrem autoritären Vater und der übergewichtigen Mutter steht. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse F13G1 setzten zentrale Aspekte des Textes in Podcasts, Comics und Videos digital um. Dabei durfte auch eine etwas parodistische Version einer schnauzbärtigen Mutter nicht fehlen. Einige dieser Umsetzungen wurden gezeigt beziehungsweise vorgespielt, im Wechsel mit den Live-Darbietungen dreier Mitglieder der Poetry-Slam-Gruppe der Schule.Sie sind auch hier auf der Seite unter der Rubrik „Regensburg liest“ zu finden.

Die Slamerin Joelle Throm (F12S6) sowie Luca Jahnel (F12IW2) und Paul Lehmann (F13S1) der AG Poetry Slam setzten Themen des Romans wie Body Shaming in Verse und Reime um.

Die Aula war außerdem mit zahlreichen Werken aus dem Kunstunterricht von Frau Lang geschmückt. Die Schülerinnen und Schüler hatten Kinoplakate für eine Verfilmung entworfen und dabei ebenfalls einige Problemfelder des Romans verarbeitet. Die Autorin war von der Kreativität der Beiträge begeistert und lobte deren Gestaltung. Das anschließend gezeigte, brandneue & echte Plakat für die Verfilmung des Romans, die ab Herbst in die Kinos kommen soll, fiel gegen die Schülerbeispiele deutlich ab. Obwohl nur im Wahlpflichtfach zweistündig pro Woche angeboten konnte der Unterricht von Frau Lang offenbar dennoch zu Höchstleistungen motivieren!

Nils Hack, OstR

 

 

 

 

 

Hier eine Auswahl von Schülerplakaten:

Die Plakate stammen von Denisa Selagea F12G1, Karina Sattelmeier F12T4, Klara Pukler F12S1, Viktoria Kaiser F12S2, Michelle Ivakic F12S5 und Carolina Grünwald F12S6.

Scham – Das Gewicht der Blicke

Scham – Das Gewicht der Blicke

Das Gewicht der Blicke

Scham entsteht nicht im Inneren. Es entsteht durch Blicke der
anderen, lange bevor man selbst Worte finden kann. Das
Schamgefühl beschreibt, dass man von anderen gesehen wird.
Das schmerzhafte Bewusstsein, dass man in einer Welt, die
Unsichtbarkeit verlangt, sichtbar ist.
In meiner Kindheit war der Körper kein Zuhause, sondern eine
Art Oberfläche. Etwas, das beurteilt, verglichen und gemessen
wurde. Schönheit galt als Ordnung. Alles, was davon abwich
erschien als Fehler im System, eine Störung in einer Welt, die
nach makellosen Fassaden verlangte.

Scham ist leise und nistet sich dort ein, wo der fremde Blick irgendwann zum
eigenen wird. Man lernt, sich selbst zu betrachten, als wäre
man ein Objekt, das verbessert, korrigiert oder entschuldigt
werden muss. Der Körper wird zu einem Stigma. Nicht, weil er falsch ist, sondern weil er sichtbar ist. Scham wird nicht offen ausgesprochen, es zeigt sich in
Vergleichen, in beiläufigen Bemerkungen oder in einem
kurzen Zögern. Das Gefühl lebt von Nähe, es hat Gewicht und
man vertraut auf die doch so kritische Meinung anderer. Der
Vergleich mit dem scheinbaren Möglichen, ist das
Schmerzhafteste an der Scham. Es trennt den Menschen von
seinem Körper. Aus jedem Individuum wird eine Fassade
gemacht, an welcher ständig nachgebessert werden kann. Und
das wird es auch. Durch die Sichtbarkeit anderer, glaubt man
selbst verantwortlich zu sein für das, was andere empfinden.
Scham ist kein persönliches Versagen, sondern ein erlerntes
Gefühl. Es wächst durch die Geschichte und aus Bildern, die
bestimmen, wer dazugehören darf und wer nicht.

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Schamgefühl-Der Fleck

Schamgefühl-Der Fleck

Es passiert an der Bushaltestelle. Ein ganz normaler Montag sollte es heute sein, doch das ist schnell vorbei als ich ihn gesehen hab. In der Werbetafel an der Bushaltestelle habe ich mich gespiegelt, als er mir ins Auge sprang. Eine dunkle Stelle auf meinem Pullover knapp unterhalb meiner Brust. Ein Fleck. Nicht groß, aber deutlich genug, um nicht übersehen zu werden. Mein Magen zieht sich zusammen und auch mein Kopf wird feuerrot und fühlt sich kochend heiß ein. Ich ziehe den Stoff etwas nach unten, als ob es etwas bringen würde. Der Fleck bleibt. Wahrscheinlich war es Kaffee. Den hatte ich mir vorher ja unbedingt noch schnell beim Bäcker holen müssen, obwohl ich schon zu spät dran war. Natürlich war er noch zu heiß, um ihn schnell zu trinken, also hielt ich ihn nur in der Hand, als ich schnellen Schrittes zur Bushaltestelle eilte.

Der Bus kommt. Gott sei Dank, ich hatte ihn nicht schon wieder verpasst. Ich stieg ein und setzte mich auf den Platz genau hinter der zweiten Tür. Mein Lieblingsplatz. Doch leider bringt mir das heute auch nichts. Ich verschränkte die Arme vor der Brust, um so den Fleck zu kaschieren, leider ohne Erfolg. Ich spüre schon die Blicke der anderen Fahrgäste auf mir, alle haben ihn gesehen, da bin ich mir sicher. An der nächsten Haltestelle steigt eine Frau mittleren alters ein, welche sich für den Platz neben mir entscheidet. Als sie endlich sitzt, wirft sie einen Blick in meine Richtung. Oder schaut sie an mir vorbei? Ich weiß es nicht genau, aber mein Herz schlägt schneller. Sie hat ihn gesehen, ganz bestimmt.

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