Fisch


Wer kennt sie nicht? 😀

Freitags sitzen wir nur hier,
Stunde für Stunde nach alter Manier.
Lehrer kommen und sie gehen,
wollen Köpfe rauchen sehen.
Wir tun zwar so, doch lernen nicht,
Jeder sitzt da mit gelangweiltem Gesicht.
Vielleicht träumen wir,
Sind geistig nicht hier.
Als ob uns Mathe interessiert.
Ich möchte lieber schreien, dass mich das peripher tangiert!
Und nach Mathe und PP ist uns alles schon egal.
Doch jetzt kommt Deutsch und das zweimal.
Und wenn wir uns verlesen tun,
Lassen wir es auf sich beruhen
Eine anstrengende Woche wars schon.
Gegen Schule haben wir eine Aversion.
Und wie ein letzter Funkelstern,
Strahlt das Wochendende, es ist nicht mehr fern!
Nur noch Geschichte und es ist geschafft!
Dieser Gedanke gibt uns neue Kraft.

by Lena Köglmeier (definitiv nicht im Matheunterricht geschrieben!)
Der Vogel drehte in majestätisch anmutender Eleganz eine weitere Runde im Getümmel aus Wolken und Sonnenlicht. Ein weiteres Mal blitzten seine Federn im goldenen Schein silbern auf und ließen seine Figur anmutig und fast schon überirdisch schön erscheinen. Er schoss hoch in die Luft, schwebte, tanzte am hellen klaren Himmel.
Und dann ging alles ganz schnell. Der Pfeil kam aus dem Nichts und er traf mit grausamer Genauigkeit das kleine, schnell pochende, kindliche Herz des Vogels. Er öffnete den Schnabel zu einem letzten, schrill qualerfüllten Schmerzensschrei. Und fiel dann. Und er fiel, fiel wie in Zeitlupe und dennoch unaufhaltsam Richtung Erde. Ich spürte es peinigend in mir: Den Schock, die Trauer, den Schmerz. Sie waren so real, waren so grausam, waren so unmenschlich. Mein Vogel lag auf der Erde, plötzlich gar nicht mehr so majestätisch, frei und unbändigbar, sondern weich, zerbrechlich und zerstört, gebunden an die Erde, denn seine prächtigen Schwingen würden nie mehr schlagen. Ich wagte es kaum, den zerbrechlichen Körper aufzunehmen, aber als ich es dann tat und die weichen Federn fühlte, da konnte ich es nicht glauben, dass er tot war. Heiße Tränen des Schmerzes strömten über die blutverklebten Federn. Es waren meine heißen Tränen und ich konnte nichts tun um sie zurückzuhalten. Der eisengraue Schaft des Pfeiles ragte zwischen den bunten Federn hervor und bildete einen harten Kontrast, sowie das kalte, Emotionslose das wehrlose Weiche in soerbarmungsloser Kälte bezwang und das Leben meines kleinen Vogels endete. Der Vogel zwitscherte nicht mehr sein kindisch übermütiges Lied.
by Lena Köglmeier

Es wurde Zeit zu gehen,
ich hoff er kann es verstehen.
Diese Nähe, Enge, Bedrängnis
Es war unerträglich.
Dieses Unglück verfolgte mich,
bei Tag und bei Nacht.
Die Vergangenheit ließ mich nicht los.
Diese Veränderungen schritten voran,
und untergruben mich mit Schutt und Asch.
Erst groß und stark,
doch dann ein Kind,
das zerbricht im Wind.
Die Zeit war reif,
Abenteuer riefen mich herbei.
Der einzige Ausweg,
es scheint nun vorbei.
Nun bin ich im Garten Eden,
mit dem Mann meiner Träume,
alleine.
Nun glücklich und befreit,
bis ans Ende unsrer Zeit.
Gedicht aus der Sichtweise der Frau von „Das zerbrochene Ringlein“ (1813)
Sarah Solleder

Florian Kraus

Florian Kraus

Florian Kraus
By Omar Raboua