Private Raumfahrt – Die Zukunft der Raumfahrtindustrie?

Private Raumfahrt – Die Zukunft der Raumfahrtindustrie?

Der erste Start einer wiederverwerteten Rakete am Cape Canaveral Quelle: SpaceX

Schon gewusst? Die erste Mondlandung war am 20. Juli 1969 und am 7. Dezember 1972 setzte der Mensch das letze Mal seinen Fuß auf den Mond . Das war vor 46 Jahren. Seitdem hat sich die Raumfahrtindustrie drastisch zurückentwickelt. Warum? Eine Rakete ins Weltall zu schicken, ist einfach zu teuer!

Stell dir vor, du würdest von New York nach London fliegen und nach dem Flug schmeißt du das gesamte Flugzeug weg. So läuft das momentan mit den Raketen. Der Start einer Rakete kostet ca. 60 Millionen US Dollar. Wenn man Teile der Rakete, zum Beispiel die erste Stufe, also den Teil der Rakete, der sie aus der Atmosphäre bringt, wiederverwenden könnte, würde der Preis massiv sinken.

Das Space Shuttle Projekt

Für diesen Zweck hat NASA eigens das Space Shuttle entwickelt. Allerdings schlug das Projekt fehl und wurde 2011 eingestellt. Die Instandsetzungskosten waren zu hoch und es wurden schlussendlich doch keine Kosten gespart. Die NASA hat mit enormen Budgetkürzungen zu kämpfen. Als sie zum Mond geflogen ist, hatte sie viermal so viel Budget wie heute. Damit wird die NASA keinen Menschen auf einen anderen Planeten schicken können, geschweige denn eine Kolonie auf einem anderen Planeten errichten. Sie sind nicht mal in der Lage ihre eigenen Astronauten auf die ISS zu fliegen und verlassen sich dabei auf die russische Sojus-Rakete.

Ein Funken Hoffnung

Doch seit einigen Jahren bahnt sich in der Raumfahrtindustrie ein neuer Trend an. Private Raumfahrtunternehmen. Blue Origin, Boeing und SpaceX sind Namen, die in der Amerikanischen Raumfahrt, große Meilensteine erreicht haben. Boeing und Lockheed Martin arbeiten unter dem Deckmantel der ULA schon seit Jahren mit der NASA zusammen.

Der „Falcon 9 Booster“ kurz vor der Landung Quelle:SpaceX

Eine Firma hat in den letzten Jahren am meisten für Furore gesorgt: Das vom Tesla Chef Elon Musk geleitete Unternehmen SpaceX. Sie sind es, die 2015 erfolgreich die erste Stufe ihrer Rakete gelandet haben. Bei der verwendeten Methode wird die erste Stufe Minuten nach dem Start von der Fracht getrennt und wird durch sogenannte „GridFins“ entweder in Richtung Landezone oder auf ein Drohnenschiff zu gesteuert. Sekunden vor der Landung zündet dann der restliche Treibstoff und bringt die Rakete schließlich zum Stillstand auf der Landezone. Die Rakete wird dann gesäubert und gewartet und kann bei einer neuen SpaceX Mission wiederverwendet werden. Die Wartungszeit und Wartungskosten sind dabei um einiges geringer als beim Space Shuttle. Zum Vergleich: Die Wartung des SpaceShuttle dauerte 4 Monate, SpaceX plant dieses Jahr ein und denselben „Booster“ (die 1. Stufe) innerhalb von 24 Stunden zweimal zu starten.

Eine nützliche Grafik wie die Landung genau funktioniert findest du hier: SpaceX

SpaceX hat nun schon 32 mal eine Rakete gelandet und 17 dieser Booster wurden erneut verwendet. Sie haben  bewiesen, dass es nicht unmöglich ist, Raketen wieder zu verwenden, und haben somit die Raumfahrtindustrie um Meilen weitergebracht.

Das nächste Ziel ist klar für Elon Musk und SpaceX: Der Mars.

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