„Urteil ohne Vorurteil“

„Urteil ohne Vorurteil“

Wir, die Schüler aus der F11S1, haben uns, getreu unserem Schulmotto „Schule mit Courage – Schule ohne Rassismus“, dazu entschlossen, einen Film über die derzeitige Situation von Flüchtlingen zu drehen.

Hierzu interviewten wir einen Asylanten im Kirchenasyl in seiner Unterkunft in Regensburg. Er verdeutlichte uns, wie schwer und grausam seine Flucht von Eritrea nach Bayern war. Fast zwei Stunden erzählte er uns sehr detailliert, was er alles auf seiner Reise erleben musste. Man konnte ihm deutlich ansehen, wie sehr ihn sein Entkommen aus der Diktatur noch belastete, da er nicht nur sein komplettes Hab und Gut, sondern auch seine Familie und Freunde hinter sich ließ und  sich alleine auf einen gefährlichen Weg nach Europa einstellen musste.

Während sich die eine Hälfte mit dem Flüchtlingsinterview beschäftigte, hat die andere Hälfte der Klasse Passanten in der Stadt zum Thema Flüchtlingspolitik befragt. Diese haben dann erzählt, ob sie schon in Kontakt mit Asylanten getreten sind, ob sie welche in ihrem engeren Umkreis haben, was sie von Merkels Politik halten und was man daran ändern könnte. Die daraus entstandenen Antworten wurden dann kurz zusammengefasst und am Ende an das Interview des Eritreiers angehängt.

Mit mehreren Animationen und einer deutschen Übersetzung, wurde der 10-minütige Kurzfilm zusammengeschnitten und fertig gestaltet.

Das Projekt insgesamt ging über mehrere Wochen und kostete viel Mühe und Aufwand, dennoch machte es uns großen Spaß uns für dieses Thema zu engagieren und anderen Menschen die Hintergründe der Flucht aus Kriegsländern und deren Leben zu verdeutlichen, um gewisse Vorurteile aus der Welt zu schaffen.

Ein Bericht von Nicole Baschinski, Nina Piecha, Andrea Lisowski, Nina Rothmüller, Markus Kern

Zwischen uns die Flut

Zwischen uns die Flut

  Bilder by Sarah 

Nina Brandsma ist die Tochter des Gouverneurs. Max Maurits ist ein Junge, ein Nasser. Nach der großen Überschwemmung wurde die Welt in Zonen aufgeteilt. In den sogenannten GG´s wohnen die Trockenen, die, die sich mit einer hohen Schutzwand vor weiteren Überschwemmungen schützen möchten. Sie sind reich und geben nichts auf die Nassen, die nicht annähernd so viel Geld haben, um sich vor dem gefährlichen Wasser ebenfalls schützen zu können. Nina und Max verlieben sich ineinander, allerdings weiß Max nicht, dass Nina ausgerechnet die Tochter des Verantwortlichen für die Trennung der Reichen und der Armen – der Trockenen und der Nassen – ist. Ihr Vater, der Gouverneur trägt ebenfalls das Leben von 50 Männern auf seinen Schultern, einer von ihnen war Max Vater. Geblendet von Rache, entführt er Nina mit anderen Mitgliedern der NATU – der Nationalen Allianz gegen Terror und Unterdrückung. Aber sein Zorn kann doch niemals stärker als seine Liebe zu Nina sein, oder doch? Werden sie es gemeinsam schaffen, das System zu ändern, die Zonen abzuschaffen? Oder werden die Rachegelüste weiter ansteigen und die Wut unkontrollierbar werden? Wird das alles überhaupt ein Ende nehmen?

 

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Der Schwarz-Weißmord

Der Schwarz-Weißmord

Schwarz ist die Nacht, schwarz ist ihr Himmel.

Anthrazit sind die Schatten der Bäume, Anthrazit die der Häuser.

Mausgrau gekleidet ist die Frau in der Straßen, Mausgrau auch der ihr folgende Schatten.

Hellgrau blitzt ihr Schmuck, hellgrau auch das Messer.

Weiß ist ihr ängstliches Gesicht, weiß das Reulose des Räubers.

Hellgrau im Licht ist der bewegungslose Körper, hellgrau entfernt sich der Schatten.

Mausgrau starren leblose Augen, mausgrau tränen sie wie Perlen.

Anthrazit färbt sich ihr Kleid, Anthrazit färbt sich die Straße.

Schwarz ist die Nacht, schwarz ist der Mord

 

Lehrer sind auch nur Menschen

Lehrer sind auch nur Menschen

Interview mit Frau Katharina Hirmer

(Lehrkraft für Englisch und Geschichte an der staatlichen FOS/BOS Regensburg)

Reporterin: Warum wollten Sie Lehrerin werden?

Fr. Hirmer: In der Grundschule hatte ich einen super Lehrer, der immer engagiert und nett war. Er war mein großes Vorbild und wegen ihm wollte ich diesen Beruf ergreifen.

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Die Regensburger Werkstätten – Praktikumsresumee

Die Regensburger Werkstätten – Praktikumsresumee

„Inklusion ist eine Weiterentwicklung der Demokratie“. Dies ist ein Leitspruch der Lebenshilfe in Obertraubling. Und nach diesem wird auch gehandelt. Die Mitarbeiter sind eifrig bei der Sache und pflegen guten Umgang miteinander. Ein normales Arbeitsumfeld mit normalen Kollegen. Und trotzdem ist etwas anders als in anderen Firmen: Über 500 der ca. 600 Mitarbeiter sind behindert. Von Down – Syndrom bis Spastik ist alles vertreten.

Natürlich hat man zuerst einige gewisse Berührungsängste, wenn man noch nie mit Behinderten zu tun hatte. Wie, und vor allem worüber soll man mit ihnen reden, wie mit ihnen und ihren Behinderungen umgehen? Die einfache Antwort : Ganz normal. So wie jeder nicht gehandicapte Mensch eine eigene Persönlichkeit hat, geht man auch mit ihm um. Genauso ist es bei der Arbeit mit Menschen, die eine Behinderung haben. Man passt sich den verschiedenen Persönlichkeiten an. Manchen fällt es leichter mit anderen Kontakt aufzunehmen und manchen eben nicht. Jedoch sind meiner Erfahrung nach viele der Menschen mit Behinderung sehr offen und aufgeschlossen.

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Briefe an einen Engel

Briefe an einen Engel

Die Tinte tropft auf das Papier und ein kleiner tiefblauer Fleck verunstaltet den Brief, den ich an meinen Engel geschrieben habe. Jede Nacht schreibe ich einen neuen Brief, aber ich habe noch nie eine Antwort bekommen. Noch einmal lese ich mir durch, was ich geschrieben habe.

„Geliebter Engel, auch, wenn du mir nie zurückschreibst, habe ich dich nie aufgeben. Ich weiß, dass du immer bei mir bist und mich beschützt. Doch warum erhörst du meine Gebete nicht, obwohl ich jede Nacht aufbleibe, um zumindest den Schatten deiner Flügel von dem Mond erkennen zu können. Heute habe ich eine Feder gefunden und lege sie in diesen Brief, den ich dir schicken werde. Sie ist wunderschön und ich wünschte, ich hätte auch solche Flügel. Du siehst also, dass mein Wunsch immer noch der Selbe ist, wie in meinen vorherigen Briefen. Wenn du mich nur irgendwie hörst, dann antworte bitte und erfülle mir diesen einen Wunsch. Vielleicht weißt du es ja, dass heute mein Geburtstag ist. Dieser Brief ist mein letzter. Seit ich zehn bin, schicke ich ihn dir jede Nacht. Und jetzt bin ich zwanzig. Obwohl ich mir einmal geschworen hatte, dass ich dir bis an mein Lebensende schreiben werde, mein Engel, habe ich längst den Glauben daran verloren, jemals wie du zu sein. Wenn dieses Stück Papier dich erreicht, dann weißt du, dass ich mich geschlagen gebe. Du sollst nur noch eines wissen, bevor ich nun aufhöre zu glauben: Mein Engel, ich werde dich immer lieben“.

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Selenes Monster

Selenes Monster

Selene Winter war ein schwieriges Kind. Keinesfalls war sie schwer zu erziehen, oder gar unartig. Doch Selene war ein durch und durch nicht schreckhaftes Kind. Für eine Agentur, die Monster an Kinder vermittelte, war das ein Problem. Warum die Agentur sich das Erschrecken von kleinen Kindern zum Ziel gemacht hat? Fragt mich nicht, ich bin nur ein Verwaltungsangestellter, der die ganzen Akten ordnet. Normalerweise. Selbst die Top Agenten, grausam stinkende Monster mit schleimigen Tentakeln und hechelndem Atem konnten Selene nicht verunsichern. Und damit die Akte Selene Winter endlich ins Archiv wandeln konnte, mussten alle Monster eine Nacht lang versucht haben, sie zu erschrecken. So weit so gut. Ich war also entweder die einzige Hoffnung der Agentur, oder das Ende einer langen Kette Monster, die bei Selene keinen Erfolg gehabt hatten.  Also schleiche ich mich nachts heimlich in ihr Zimmer. Sie liegt in ihrem Bett, ruhig und tief atmend. Sie schläft. Ich nähere mich ihr geräuschlos, schaue auf das engelsgleiche kleine Gesichtchen unter mir.  Mit toten, kalten, schwarzen Augen starre ich auf das schlafende Kind.

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